1964 legte Horst Sindermann den Grundstein westlich von Halle für eine Chemiearbeiter -
Wohnstadt, das zunächst Halle-West hieß. Mit großem Tempo wurde eine industriell
vorgefertigte, moderne Fertigteilstadt errichtet, die schnell und kostengünstig Wohnraum
für bis zu 100.000 Menschen bietet. Damit auch das Erdgeschoss noch Sonne bekommt, sollte
die Bebauung weiträumig sein.
Die Versorgungseinrichtungen wie Kaufhallen, Schulen,
Kindergärten und Dienstleistungen wurden so geplant, dass sie für alle in maximal zehn
Minuten erreichbar sind. 1967 wurde der Stadtteil Halle-West in Halle-Neustadt umbenannt
und erhält das Stadtrecht.
Am heutigen Standort des Neustadt Centrum sollte zu DDR-Zeiten ein 100m hohes "Haus der
Chemie" entstehen. Diese Planung wurde nie realisiert .
Im Jahr 1979 wurde auf einem
kleinen Teil der unbebauten Fläche der Grundstein für das letzte in der DDR gebaute Kino
namens " Prisma" gelegt. Im Februar 1999 wurde das Kino Prisma wieder abgerissen.
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